Technostar TES 200

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DER TECHNOSTAR TES 200
IM TEST

Wir schreiben das Jahr 2019. Die Zeit, in der der Mensch endlich entdeckt, dass Nachhaltigkeit und ein geringer Ausstoß von CO2 sehr wichtig fĂŒr die Zukunft unseres Planeten sind.

So geschah es, dass auch mein Christkind auf die Idee kam, sich im hiesigen Saturn seines Vertrauens intensiv beraten und ĂŒberzeugen zu lassen, mir einen nagelneuen TECHNOSTAR TES 200 E-Scooter incl. Straßenzulassung und entsprechender Versicherung unter den Baum zu legen.

Erster Eindruck

Nun ist Weihnachten ja noch nicht allzu lange her, so dass ich noch keinen Langzeitbericht liefern kann, jedoch kann ich nach den ersten 25 Kilometern sagen: Ich bin begeistert!

 

Der Roller ist robust verarbeitet und keine „billige Wackelkarre“, das Display ist gut lesbar; auch bei Sonnenlicht. 

 

Etwas Verwirrung brachte anfangs das rote S im Display, sowie die deaktivierte Anzeige eines Schlosses. 

 

Beides lĂ€sst sich nicht verĂ€ndern, bzw. das Schloss nicht aktivieren. Vermutlich weil hier ein Modul verbaut wird, das auch in anderen Modi(grĂŒnes S fĂŒr bis zu 7 km/h, gelbes S fĂŒr bis zu 14 km/h, rotes S fĂŒr bis zu 20 km/h) verwendet wird.


Eine Abschließ-Funktion wĂ€re durchaus wĂŒnschenswert. Aber hier muss man eben auf ein gescheites Faltschloss zurĂŒckgreifen.

Akku & Reichweite

Aktuell ist noch zu erwĂ€hnen, dass die Anzeige der Akku-Ladung etwas sprunghaft ist. Bereits nach 200 Metern erlischt der erste Balken oder wahlweise bei etwas weiterer Strecke schneller mal auch der zweite oder dritte Balken, so dass man erst fĂŒrchtet, dass man nicht allzu weit fahren könne. 

 

Ich vermute, dass es an den aktuellen Außentemperaturen liegt, denn bei einem kurzen Halt an der Ampel tauchen die Balken wieder auf. 

 

Ich bin nach dem dritten vollen Ladezyklus eine Strecke von ĂŒber 13 km gefahren. 

Am Ende blinkte zwar der letzte Ladebalken ganz aufgeregt, aber ich bin mir sicher, dass er noch fĂŒr 2 weitere km gereicht hĂ€tte, da er nach einer kurzen Pause und einem erneuten Anschalten des Displays ganz entspannt neben dem zweiten Balken munter und dauerhaft aufleuchtete.

Um die Reichweite mache ich mir bei diesem Produkt jedenfalls keine Sorgen. 

 

Laut Hersteller sollen 25 Kilometer möglich sein. Allerdings geht man hier sicher von Idealbedingungen aus, was die Außentemperatur, das Gewicht und die Aerodynamik des Fahrers angeht.

 

Geschwindigkeit & FahrgefĂŒhl

Die Geschwindigkeit von 20 km/h wird mit einer sanften, aber trotzdem spritzigen Beschleunigung ruckelfrei erreicht.

 

Die Bereifung besteht aus 2 HoneycombReifen, welche etwas weicher federn sollen als herkömmliche Vollgummireifen. 

 

Da ich keinen direkten 1:1-Vergleich hier fahren kann, sage ich einfach mal: Ja, es fĂ€hrt sich sehr angenehm. NatĂŒrlich ist eine Luftbereifung noch komfortabler, jedoch wĂŒrde das den Preis des Rollers sicher in die Höhe steigen lassen.

Verarbeitung des TES 200

Die Verarbeitung erscheint sehr gut, auch die Kabel sind teilweise innerhalb des Rahmens verlegt, so dass sie nicht störend außen herumbaumeln. Die kleinen Lampen verfĂŒgen auch bei Tageslicht ĂŒber ausreichend Helligkeit, so dass andere Verkehrsteilnehmer einen besser sehen können.

 

Beim Zusammenbauen ist mir aufgefallen, dass die Schrauben oben unterm Lenker nicht komplett versenkt werden und etwas hervorstehen. Das ist aber nur ein kleines optisches Manko. – Generell an dieser Stelle noch der Hinweis, dass man nach den ersten Kilometern alle Schrauben am Roller nachziehen sollte, so wie es auch beim Fahrrad oder nach dem RĂ€derwechsel am PKW gemacht werden soll.

 

Bei den ersten Fahrten war die StĂ€rke der Bremskraft der Scheibenbremse (hier wird parallel auch die Elektrobremse am Vorderrad mit angesprochen) noch sehr hart und gewöhnungsbedĂŒrftig. Aber nach einigen Kilometern und etwas Übung bekommt man mehr FeingefĂŒhl, so dass man sicher und ohne Gefahr bremsen kann.

 

Zusammenklappen des Rollers

An der Lenkstange ist durch einen kleinen, stabil wirkenden Schieberegler der BĂŒgel zu lockern und nach vorn zu klappen. Danach kann man die Lenkstange nach hinten klappen und an dem kleinen BĂŒgel am hinteren Schutzblech sichern, so dass man ihn bequem tragen kann. 

Das hintere Schutzblech soll eine Schwachstelle des Rollers sein, hier wurde aber wohl bei der letzten Charge nachgebessert, so dass die MaterialermĂŒdung nicht bereits nach wenigen Wochen auftauchen sollte. 

Unterhalb des silbernen BĂŒgels ist etwas DĂ€mmmaterial angebracht, so dass der BĂŒgel nicht hart auf das Schutzblech schlĂ€gt, wenn man ihn zurĂŒck klappen lĂ€sst, sondern sanft in der fĂŒr ihn gedachten Vertiefung eingebettet wird.

Allerdings hat der BĂŒgel fĂŒr meinen Geschmack etwas zu viel Spiel nach links und rechts. Das wirkt ein wenig schlicht zusammengebaut. Aber solange er seinen Zweck erfĂŒllt und nicht kaputt geht, kann ich hier nicht ernsthaft etwas Negatives zu sagen.

Sonstiges

Was gibt es noch zu sagen?

 

Laut Bildern des Herstellers sollen die Löcher in den Honeycomb-Reifen komplett durch den Reifen gehen, so dass man hindurchschauen kann. Dies ist allerdings bei den Reifen meines TES 200 nicht der Fall. 

 

Ob das nun gut oder schlecht ist, kann ich nicht beurteilen. Die Vertiefungen gehen auf beiden Seiten 2cm in den Reifen hinein. 

 

Ob es fĂŒr eine perfekte DĂ€mpfung eines Honeycomb-Reifes notwendig ist, dass die Waben komplett durch den Reifen gehen, klingt fĂŒr mich zwar logisch, aber hier fehlt mir das Fachwissen.

 

Das hintere Schutzblech ist mit einer schmalen Metall-Leiste verstÀrkt, vielleicht ist damit das Problem des wohl recht schnell brechenden Schutzblechs behoben worden. Das wird die Zeit zeigen.

 

Der kleine StĂ€nder am Roller ist mit dem Fuß gut zu erreichen und in beide Richtungen gut zu lösen. Des Weiteren gibt er dem fast 15 Kilo schweren Roller einen sicheren Stand.

 

Wenn der Akku leer ist, benötigt er ca. 5-5,5 Stunden um wieder voll aufgeladen zu sein. Das kann einem schon recht lang erscheinen, stört mich persönlich aber nicht. 

 

Der Anschluss befindet sich unmittelbar unterhalb des Lenkers und ist mit einer kleinen Gummi- oder Silikon-Abdeckung vor Spritzwasser geschĂŒtzt. Das LadegerĂ€t selbst wirkt aufgrund seines geringen Gewichtes erstmal sehr einfach, aber es tut, was es soll, es lĂ€dt den Akku. 

 

Die auf dem Foto zu erkennenden BlÀschen sind nur Luftblasen unter dem Aufkleber und keine BeschÀdigungen.

 

Was ich mir persönlich noch gewĂŒnscht hĂ€tte, wĂ€re ein etwas ausgiebigeres Display mit einer Erfassung der Kilometer pro Strecke und der gesamten bereits gefahrenen Kilometern. Hier werde ich einfach mit einer beliebigen App (Wandern / Laufen / Radfahren) auf dem Smartphone die Kilometer tracken. 

 

Ich möchte einfach gern wissen, wie viele Kilometer ich im Jahr mit dem Roller zurĂŒcklege.

 

Ansonsten bin ich fĂŒr die kurze Zeit, in der ich den Roller mein Eigen nennen darf, sehr happy damit und kann ihn wĂ€rmstens weiterempfehlen.

 

Schnelle Übersicht

8.3/10
Ninebot by Segway MAX G30D

TECHNOSTAR TES 200

TECHNOSTAR TES 200

Preis
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Verarbeitung
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Reichweite
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Gewicht
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Design
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19,5 kg

bis 65 km

  • Geschwindigkeit: 20 km/h
  • Traglast: 100 kg
  • ReifengrĂ¶ĂŸe: 10 Zoll

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